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Gründung Die Gruppe 'Wurstwasser' wurde im Juli 1996 gegründet (es gab seit Dezember 93 einen Vorgänger namens 'Untamed', der begleitet von einigen
Besetzungswechseln in Wurstwasser umbenannt wurde). Bei einem zwecks Bandumbenennung einberufenen Treffen wurden Bockwürste im Glas gereicht, und die übriggebliebene trübe, uneinladende Flüssigkeit entsprach der durch allgemeine
Ideenlosigkeit hervorgerufenen trüben Stimmung. Erst bei Auflösung des Treffens, als einer erklärte, er wolle noch vor Verlassen des Hauses das Wurstwasser wegschütten, fiel es allen wie Schuppen von den Augen: Das ist ein Name mit Klang
und Ausdruckskraft! Kurzum: Es war bisher kein besserer Vorschlag gemacht worden, und solch ein Ergebnis war besser als gar kein Ergebnis.
Musikstil Der Musikstil gehört wohl in jedes Bandinfo, daher widmen auch wir uns diesem schwierigen Thema. Der Stil vor 1997 ist wohl nicht beschreibbar, die Musik war einfach
chaotisch und schlecht. Die Musik danach kann am ehesten durch Punk beschrieben werden, wobei unsere Lieder verglichen mit durchschnittlichem Punkrock viel zu langsam waren. Ein Kritiker schrieb zur CD “Keine Angst – Nichts für
Vegetarier” (1998) folgendes: 'Depressive Syndrome-Punk' oder 'Nachdenken und Wut entwickeln-Punk' oder 'Melanchonisch durch Schlechtwetter-Punk'. Aber am besten gefällt doch 'Wurstwasser-Punk'. In
einer Tageszeitung wurde unser Musikstil aufgrund eines Druckfehlers als “Runk” anstatt Punk beschrieben. Dies fanden wir ganz witzig und nannten unseren Musikstil längere Zeit Runk. Im laufe der Zeit wurden wir etwas
schneller, die Lieder wurden komplexer und rockiger. Aber auch härter/aggressiver! Eine etwas melancholische Grundstimmung ist oft vorhanden, die dann “urplötzlich” in Aggressivität umschlägt. Als Gitarrist Björn Sievers
ausstieg, wurde der Punk-Einfluß zunehmend geringer. Vor allem durch Bassist Rainer Waadt kommen zunehmend Death Metal-Einflüsse hinzu. Wir versuchten dann abwechslungsreicher zu sein, aber trotzdem einen typischen Wurstwasser-Sound zu
behalten. Seit etwa 2004 verfolgen wir nur noch ein Ziel: Unkommerzieller, heftiger und möglichst prolliger Metal.
Bandbesetzung Zu den Gründungsmitgliedern zählen Björn Sievers (Gitarre), Andreas Hoche (Gitarre + Gesang) und Rainer Waadt (Bass). Zu Zeiten von Untamed war kurzzeitig
Patrick Weber als Basser in der Band, dieser bleibt durch einige Texte der Band verbunden. Der Gruppe traten im September 1996 Philipp Böll (Schlagzeug, bei 2 Auftritten vertreten durch Jan Paulus) und im Januar 1997 Martin 'Obi'
Oberndörfer (Gesang) bei. Damit hatte man endlich eine bühnentaugliche Besetzung am Start. Im Februar 1998 schied Andreas Hoche aus. Björn Sievers war kurze Zeit alleiniger Gitarrist bis im August 1998 Nico Seefeld als neuer Gitarrist
bei Wurstwasser einstieg. Eine bis heute nicht ausgefüllte Lücke hinterliess Philipp Böll, der sich ab November 1998 ausserstande sah, Musik und Arbeit zeitlich unter einen Hut zu bekommen. Ab 1999 übernahmen computergeschriebene
Drumparts die Rolle des Schlagzeugers. Im Mai 2001 stieg Gründungsmitglied Björn Sievers aus. Zu den Gründen zählten wohl neben leichten bandinternen Konflikten: Mangelnde Mobilität, ein zeitaufwendiges Studium und auch die neue Freundin
((-; Seit Mai 2001 besteht die Band also aus 3 Leuten: Rainer Waadt (Bass), Martin Oberndörfer (Gesang) und Nico Seefeld (Gitarre). Ab 2003 wurden die Drumparts nicht mehr am PC, sondern direkt im Proberaum mit einem Drumcomputer
programmiert.
Auftritte Zum erstenmal ans Licht der Öffentlichkeit wagte sich Wurstwasser am 08.09.1996, als man anlässlich des Kulturjahrmarktes auf der Showbühne Much/Rathaustreppe ein
Programm von exakt 12 Minuten 12 Sekunden darbot. Da selbst die Band das als ein wenig dürftig empfand, wurden die ersten zwei Stücke kurzerhand noch einmal gespielt, was niemandem auffiel. Mit erheblich erweitertem Programm und den
nachfolgenden 'All Right' gelang es am 31.01.1997, einiges an Publikum ins Jugendzentrum Much zu locken. Es folgten 1997 Konzerte im Jägerhaus Alperbrück, in Gummersbach-Erbland, in Wildbergerhütte, und in Drabenderhöhe
(Benefizkonzert mit Score, Edge Of Ending, Aslan, The Selfish Beans und Got Milk?!). 1998 spielten wir ein einziges Konzert in der Eishalle Wiehl (Skateparkeröffnung). Dies war das einzige Wurstwasser-Konzert, wo Björn Sievers der einzige
Gitarrist der Band war. 1999 gab es ebenfalls nur ein Konzert: Im Jugendzentrum Much (15.01.1999, mit Schlagzeuger Jan Paulus und erstmals mit Gitarrist Nico Seefeld). Auf Grund des dann fehlenden Schlagzeugers gab es eine längere
Pause. Erst am 13. April 2001 wagte man es das erste mal in Wiehl mit Drumcomputer aufzutreten. Es folgte das EMERGENZA Newcomer-Festival, wo wir am 18.04.2001 im Underground in Köln den zweiten Platz von sieben Bands belegten! Im darauf
folgenden Konzert am 13.05.2001 in der Kantine in Köln wurden wir immerhin sechster von 11 Bands. Mit dieser Plazierung sind wir aus dem Wettbewerb ausgeschieden, aber das Konzert (wenn auch mit 9 Liedern recht kurz) war eines der besten
von Wurstwasser. Viele Besucher und auch die Band selbst waren begeistert. Am 26.10.2001 spielten Wurstwasser im Jugendzentrum Gummersbach, am 16.11.2001 erneut auf einem Benefizkonzert in Drabenderhöhe (mit Scotia, 20parts, Evil
Attackx und All Right), am 05.10.2002 auf dem Brunnenfest in Wipperführt, am 15.11.2002 im Bürgerzentrum in Köln-Ehrenfeld (mit Under Curse, Brett Pit und In Disgrace). Es folgt ein Auftritt in Nümbrecht am 17.05.2003 (mit Scotia) und
ein letzter Auftritt beim Olla in Drabenderhöhe am 17.07.2004. Wir haben es also in 9 Jahren (1996-2004) auf 17 Auftritte gebracht. Das 2004er Konzert war nie als Abschiedskonzert gedacht, wir haben uns bisher nur einfach nicht mehr
ernsthaft um einen Auftritt gekümmert. Aber irgendwann gibt es das Comeback!
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